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Glossar

Unternehmensbewertung

Fachbereich: Unternehmensbewertung ist eine Disziplin der Betriebswirtschaftslehre und gilt aufgrund komplexer Aufgabenstellung als „Königsdisziplin“.

Anlass der Bewertung: Verhandlungsgrundlage und Absicherung (Fairness Opinion) für den Unternehmenskauf. Abfindungsverpflichtung beim Ausschluss oder bei der Kündigung von Gesellschaftern. Kompensation im Zugewinnausgleich- oder Schadensersatzverfahren. Steuerliche Bemessungsgrundlage bei der Vererbung oder Schenkung oder Umstrukturierung von Unternehmen.

Bewertungstechnik: Barwertermittlung der künftig aus dem Unternehmen zu erwartenden entnehmbaren Gewinne. Liquidationswert als gesellschaftsrechtlicher Mindestwert. Substanzwert als steuerlicher Mindestwert. Umsatzgewichteter Drei-Monats-Durchschnitt des Börsenwertes als aktienrechtlicher Mindestwert.

Bewertungsverfahren: Ertragswertverfahren, Discounted Cashflow Verfahren, Multiplikatorverfahren, Liquidationswert- und Substanzwertverfahren, vereinfachtes Ertragswertverfahren.

Bewertungsrelevanz: Finanzdaten. Prestige, soziale Verantwortung, persönliche Verbundenheit etc. sind Aspekte, die nicht in die Bewertung eingehen.

Bewertungskonzepte: Objektivierte Bewertung für gesetzlich angeordnete bzw. normenbasierte Bewertungen, subjektive Bewertung für Unternehmenskauf und Schadensersatz.

Problemfelder: Prognoseproblem bei Unternehmensplanung, Ermittlungsproblem bei Kalkulationszinsberechnung.

Zeitaspekt: Ermittlung auf einen Bewertungsstichtag.

Zeitbedarf: Zwischen ein paar Stunden für eine rudimentäre Multiplikatorbewertung eines Kleinunternehmens und mehreren Monaten für die gerichtsfeste Bewertung von Konzernen.

Kosten: abhängig vom Zeitbedarf zwischen wenigen tausend Euro (Kaufpreisindikation) und mehreren hunderttausend Euro (aktienrechtliche Spruchverfahren).